Schlaflabor St. Joseph-Stift

Schlaflabor der HNO-Klinik im St. Joseph-Stift

Im Schlaflabor der HNO-Klinik des St. Joseph-Stift Bremen werden Patienten mit Schlafstörungen, die durch Schnarchen und krankhafte nächtliche Atemaussetzer (obstruktives Schlafapnoe-Syndrom) verursacht werden untersucht und behandelt.

Das Schlaflabor ist von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin offiziell akkreditiert.

Für eine Akkreditierung werden hohe Anforderungen an die zur Verfügung stehenden Räume, die medizintechnische Ausstattung, die personelle Qualifikation und Ausstattung sowie an die Abläufe des Schlaflabors gestellt

Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen HNO-Klinik
Schwachhauser Heerstraße 54 (Eingang Schubertstraße)
28209 Bremen
Fon: (0421) 347-1452  Fax:     (0421) 347 - 1455
Email: HNO@sjs-bremen.de 

Internet:  HNO-Klinik: http://www.sjs-bremen.de/de/medizinische-kompetenzen/hals-nasen-ohrenklinik.html

 

Zungenschrittmacher

 Hilfe gegen nächtliche Atemnot

Atemaussetzer im Schlaf sind gefährlich. ihre bisherige Behandlung mit Atemmaske ist wirkungsvoll, aber wenig komfortabel. im St. Joseph­Stiftgibt es jetzt eine Alternative.

 Einatmen – ausatmen … … … … … … … … … … einatmen … Länger als eine Minute kann bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom der Atem aussetzen. Im wachen Zustand unvorstellbar – im Schlaf jedoch sehr verbreitet: Rund 800 000 Menschen sind deutschlandweit von den Atemaussetzern betroffen. Die Folgen sind Tagesmüdig- keit,  Konzentrationsstörungen  und  Sekundenschlaf.

Schon seit Jahren gibt es wirkungsvolle Hilfe für die Betroffenen: Die sogenannte CPAP-Maske, die durch einen gleichmäßigen Überdruck nachts die Atemwege offenhält. Die Kehrseite dieser Standardtherapie: Das Schlafen mit der Maske bedarf einiger Gewöhnung. Manche Patienten bekommen Beklemmungen oder vertragen die Maske nicht. Außerdem ist die Maske auch für den Partner häufig eine nächtliche Belastung. Auch deshalb bricht rund

ein Drittel der Patienten die CPAP-Therapie ab. Eine gefähr- liche Entscheidung, denn eine unbehandelte Schlafapnoe steigert das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Hoffnung auf dauerhaften Therapieerfolg ohne Maske bringt ein neues Verfahren. Als erster Operateur in Deutschland setzt Professor Dr. Wolfgang Bergler, Chef- arzt der HNO-Klinik des St. Joseph-Stift, den sogenannten neuen Zungenschrittmacher ein. Dabei wird der kleinste Schrittmacher der Welt unterhalb des Schlüsselbeins mithilfe zweier kleiner Schnitte eingesetzt. Ein dünnes


Kabel führt eine Elektrode direkt an den Nervus hypo- glossus, den Zungennerv, und umschließt ihn wie eine Manschette. Im Schlaf wird der Nerv an verschiedenen Stellen gereizt. Damit bleibt die Zungenmuskulatur durchgängig leicht angeregt und ein Kollaps der oberen Atemwege wird verhindert.

Der operative Eingriff dauert nur eine halbe Stunde und der Patient bleibt eine Nacht zur Überwachung im Krankenhaus. Vier Wochen später wird der Schrittmacher im Schlaf labor genau auf den Patienten angepasst.

»Die Muskeln sollen ja nur so weit angeregt werden, dass der Patient weiteratmet, aber nicht davon aufwacht«, erklärt Professor Bergler die Funktion des kleinen tech- nischen Nachtwächters. Im Alltag schaltet der Patient  beim Zubettgehen das Gerät mit einer Fernbedienung ein. Nach etwa 45 Minuten – wenn der Patient bereits schläft – setzt die Stimulation des Zungennervs ein. Das Auf laden der Batterie funktioniert von außen durch die Haut.

Das langfristige Ziel der Nervenstimulation ist es, einen Gewöhnungseffekt zu erreichen. Die Muskeln sollen ein Gedächtnis entwickeln, damit der Schrittmacher

nicht mehr jede Nacht angestellt werden muss.

In der Schwachhauser Klinik erfolgt die Operation derzeit im Rahmen einer medizinischen Studie kostenfrei. Voraussetzung ist eine mittelgradige oder schwere Schlafapnoe. ·: rie

 
Entnommen aus: Gesundheit:Bremen, das Magazin der Kooperationsgemeinschaft Freie Kliniken Bremen.

 Wer an dieser Studie Teilnehmen möchte, wende sich an das

St. Josephstift, Bremen Abteilung für HNO, Prof. Bergler

Fon: (0421) 347-1452  Fax:     (0421) 347 - 1455

Schwachhauser Heerstr. 54, (Eingang Schubertstraße)  28209 Bremen

Email: HNO@sjs-bremen.de 

Internet:  HNO-Klinik: http://www.sjs-bremen.de/de/medizinische-kompetenzen/hals-nasen-ohrenklinik.html

Sie erhalten dann einen Fragebogen zur Studienteilnahme

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Heino Held | Antwort 25.10.2015 11.32

Sehr interessante Informationen, die für den Betroffenen eine Alternative sein können. Die BKKs akzeptieren leider nur noch CPAP-Billiggeräte, die keiner nutzt.

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Neueste Kommentare

20.02 | 17:07

Normalerweise muss man sein eigenes Gerät mit ins Krankenhaus nehmen, Es wird wohl kaum ein Krankenhaus in der Lage sein, ein Gerät für Sie zu Verfügung stellen

...
20.02 | 11:07

Aus welchem Grund, kann man im Krankenhaus nicht sein eigenes Therapiegerät verwenden?
R.Gehler

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03.02 | 20:48

Vielen Dank für diese Informationen.
herzliche Grüße
Ditmar Bartschat

...
25.10 | 11:32

Sehr interessante Informationen, die für den Betroffenen eine Alternative sein können. Die BKKs akzeptieren leider nur noch CPAP-Billiggeräte, die keiner nutzt.

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